Fünf Stationen mit vielen Einblicken in die außerschulische MINT-Bildung der zdi-Community
Wie vielfältig außerschulische MINT-Bildung der zdi-Netzwerke und -Schüler:innenlabore in Nordrhein-Westfalen ist, zeigte die zdi.NRW-Herbsttour von Kultur- und Wissenschaftsministerin Ina Brandes am 27. und 28. Oktober 2026. An zwei Tagen besuchte die Ministerin fünf zdi-Lernorte in verschiedenen Regionen des Landes. Im Mittelpunkt standen Gespräche mit Schüler:innen, Einblicke in laufende Bildungsangebote sowie der Austausch mit den Menschen, die MINT-Förderung vor Ort gestalten.
Von Künstlicher Intelligenz über Medizin bis hin zu Raumfahrt und Quantenwissenschaften zeigte die Tour die große thematische Bandbreite der zdi-Community. Gleichzeitig wurde deutlich, wie regionale Netzwerke, Hochschulen, Schüler:innenlabore und weitere Partner:innen gemeinsam dazu beitragen, junge Menschen für MINT zu begeistern. Die Ministerin zeigte sich beeindruckt von dem vielfältigen Angebot entlang der Bildungskette.
Auftakt in Neuss: Förderung für KI-Bildung und digitales Tüfteln
Die erste Station führte Ministerin Ina Brandes in den Rhein-Kreis Neuss. Im zdi-Schüler:innenlabor TüftelLab überreichte sie einen Bewilligungsbescheid im Rahmen des Förderprogramms zdi-MINTplus.NRW für das Verbundprojekt „KI-TüftelLab.RKN“. Das Projekt soll jungen Menschen praxisnahe Zugänge zu Künstlicher Intelligenz eröffnen und neue Lernangebote rund um digitale Zukunftstechnologien schaffen.
Anschließend besuchte die Ministerin den zdi-BSO-MINTplus-Herbstferienkurs „Sticker, Schlüsselanhänger & mehr selbst gestalten!“. Die teilnehmenden Schüler:innen entwickeln dabei eigene Designprodukte und lernen den Umgang mit digitalen Gestaltungswerkzeugen sowie modernen Fertigungstechnologien wie Lasercutter und Schneideplotter kennen.


Medizin verstehen, Stress erforschen: Besuch im teutolab-medizin in Bielefeld


In Bielefeld standen gleich mehrere Förderprojekte im Mittelpunkt. Ministerin Ina Brandes übergab Bewilligungsbescheide im Rahmen des Förderprogramms zdi-MINTplus.NRW für insgesamt acht Projekte der Universität Bielefeld. Die Vorhaben sollen innovative MINT-Bildungsangebote für unterschiedliche Zielgruppen entwickeln und erproben.
Im Anschluss besuchte die Ministerin den Herbstferienkurs „Stress lass nach!“ im teutolab-medizin. Dort beschäftigen sich Schüler:innen der Jahrgangsstufen 9 bis 13 mit den biologischen Grundlagen von Stress und untersuchen mithilfe medizinischer Messverfahren ihre eigenen Stressreaktionen.
Digitale MINT-Bildung in Gütersloh
Am Campus Gütersloh der Hochschule Bielefeld überreichte Ministerin Brandes einen weiteren Bewilligungsbescheid im Rahmen des Förderprogramms zdi-MINTplus.NRW für das Projekt „MINT.health“ der Hochschule Bielefeld.
Außerdem besuchte sie das zdi-Schüler:innenlabor experiMINT diGiTal. Dort arbeiten die Teilnehmenden des Herbstferienkurses „Roboterwerkstatt: Bauen und programmieren mit LEGO Spike“ an eigenen Robotik-Projekten.




Spielerisch erlernen die Jugendlichen dabei Grundlagen des Programmierens, entwickeln technische Lösungen für konkrete Aufgabenstellungen und sammeln erste Erfahrungen mit Automatisierung und Robotik.
Raumfahrt, Werkstoffe und virtuelle Welten in Dortmund






Der zweite Tag der zdi-Herbsttour begann im zdi-Schüler:innenlabor DLR_School_Lab an der TU Dortmund. Dort überreichte Ministerin Ina Brandes Bewilligungsbescheide für die Projekte „FLoKI – Jugendliche im Förderschwerpunkt Lernen ordnen KI ein“ der Verbundpartner:innen s.i.d. Fördergesellschaft für Schule und Innovation gGmbH und TU Dortmund sowie „KlimaLab Dortmund Nord-West“ des Vereins Schüler für Schüler am Heinrich-Heine-Gymnasium e.V.
Die im Rahmen des Förderprogramms zdi-MINTplus.NRW geförderten Vorhaben entwickeln neue außerschulische MINT-Lernangebote zu den Zukunftsthemen Künstliche Intelligenz und Klimawandel und erschließen dabei gezielt neue Zielgruppen für die MINT-Bildung.
Im Anschluss besuchte die Ministerin das zdi-Schüler:innenlabor. Dort erhielt sie Einblicke in einen Workshop für Teilnehmende des Projekts JOBLINGE, das junge Erwachsene beim Übergang in Ausbildung und Beruf unterstützt.
An mehreren Experimentierstationen beschäftigen sich die Teilnehmenden mit aktuellen Fragestellungen aus Wissenschaft und Raumfahrt. Sie stellen eigene Mikrokapseln her und erforschen, wie Wirkstoffe in Medikamenten oder Aromen in Alltagsprodukten gezielt freigesetzt werden können. Mithilfe einer Virtual-Reality-Anwendung erkunden sie die Internationale Raumstation ISS und erleben einen simulierten Außenbordeinsatz im Weltall. Darüber hinaus untersuchen sie verschiedene Werkstoffe und gehen der Frage nach, welche Materialien den extremen Belastungen und Temperaturschwankungen der Raumfahrt standhalten können.
Abschluss in Duisburg: Urkundenübergabe im QuantumSchoolLab
Zum Abschluss der zdi-Herbsttour besuchte Ministerin Ina Brandes das zdi-Schüler:innenlabor QuantumSchoolLab an der Universität Duisburg-Essen und überreichte die zdi-Schüler:innenlabor-Urkunde. Damit ist das Labor offiziell Teil der zdi-Community.
Anschließend erhielt die Ministerin Einblicke in den Kurs „Quantenradierer und Quantenkryptographie“, an dem Oberstufenschüler:innen des Luise-von-Duesberg-Gymnasiums teilnehmen.





Dort erforschen die Jugendlichen anhand eigener Experimente grundlegende Phänomene der Quantenphysik und beschäftigen sich mit Quantenkryptographie als möglicher Zukunftstechnologie für sichere Kommunikation. Mithilfe einer Augmented-Reality-Anwendung können sie die Wege von Lichtquanten während der Versuche sichtbar machen und so abstrakte Forschungsinhalte direkt nachvollziehen.
Die Vielfalt der zdi-Community
Die zdi-Herbsttour machte deutlich, wie vielfältig die außerschulische MINT-Landschaft innerhalb von zdi.NRW ist. Ob Künstliche Intelligenz, Medizin, Digitalisierung, Raumfahrt oder Quantenforschung: Überall in Nordrhein-Westfalen schaffen engagierte zdi-Netzwerke, zdi-Schüler:innenlabore und Bildungspartner:innen praxisnahe Lerngelegenheiten, die junge Menschen entlang der Bildungskette für Wissenschaft und Technik begeistern. Zugleich bot die Tour die Gelegenheit, die Menschen hinter diesen Angeboten kennenzulernen und ihre Arbeit sichtbar zu machen.