Die Gemeinschaftsoffensive für den MINT-Nachwuchs in Nordrhein-Westfalen
Unsere Vision
Mit Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) lässt sich vieles in der Welt erklären und gestalten. MINT-Bildung gehört angesichts zentraler Herausforderungen wie Dekarbonisierung, Digitalisierung, Demografie und Demokratie zu den wichtigsten Hebeln für Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Mit der Gemeinschaftsoffensive zdi.NRW leisten wir einen Beitrag, diese Herausforderungen zu meistern.
Die gemeinsamen Ziele der zdi-Partner:innen lauten:
- Mehr junge Menschen für ein MINT-Studium oder eine MINT-Ausbildung gewinnen
- Dadurch: Langfristige Sicherung des MINT-Nachwuchses auf regionaler Ebene
- Junge Menschen an gesellschaftlich relevante Themen über MINT-Zugänge frühzeitig heranführen – etwa an Themen wie Ressourcenschonung, Klimawandel, Energieversorgung und Armutsbekämpfung
- Transfer von aktuellem Forschungswissen in die Öffentlichkeit, insbesondere in die Lebenswirklichkeit junger Menschen
- Erschließung von geistes- und gesellschaftswissenschaftlichen Fächern für MINT-Themen
Außerdem verfolgt zdi.NRW das Ziel, die Kompetenzen und Talente möglichst vieler junger Menschen zu fördern und so einen Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit und Durchlässigkeit im Bildungssystem zu erreichen.
Bei den außerschulischen Angeboten von zdi.NRW gibt es sowohl sehr unterrichtsnahe als auch deutlich davon unterscheidbare Angebote. Diese Vielfältigkeit ist ein großer Vorteil für die zdi-Arbeit und trägt dazu bei, viele Jugendliche und Kinder zu erreichen.
Darüber hinaus sollen zdi-Maßnahmen Ausbilder:innen, Lehrkräfte, aber auch Hochschulen dabei unterstützen, ihre Arbeit noch attraktiver, abwechslungsreicher und praxisnah zu gestalten.
Außerschulische MINT-Förderung in NRW
Verschiedene Akteur:innen tragen mit unterschiedlichen Leistungen dazu bei, die Gemeinschaftsoffensive Zukunft durch Innovation.NRW zu einer echten Erfolgsgeschichte zu machen.
Dabei zeigt die zdi-Community großes Eigenengagement in den Regionen. Dadurch können Personalkosten getragen und MINT-Kurse finanziert werden. Darüber hinaus erhält die zdi-Community finanzielle Unterstützung durch landes-, bundes- und europäische Mittel aus unterschiedlichen Förderprogrammen.
Durch die zahlreichen Unterstützer:innen ist es in der Regel möglich, die zdi-Angebote kostenfrei zu gestalten.
zdi-BSO-MINTplus
Programm zur vertieften Berufs- und Studienorientierung (BSO) im MINT-Bereich
Das zdi-BSO-MINTplus-Programm führt Schüler:innen ab Klasse 7 allgemeinbildender Schulen in NRW im Rahmen der vertieften Berufs- und Studienorientierung an MINT-Berufe und -Studiengänge heran. Das Programm ermöglicht detaillierte Einblicke aus erster Hand und fördert die Studieneignung sowie das Interesse an MINT-Ausbildungsberufen.

Die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit setzt einen großen Teil ihrer Maßnahmen zur vertieften Berufsorientierung über zdi-BSO-MINTplus um.
Das Programm wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (MKW) und der Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit (RD NRW) gemeinsam und zu gleichen Teilen finanziert. Insgesamt stehen 8 Mio. Euro zur Verfügung.
Beratung und Hilfestellung
Die zdi-Landesgeschäftsstelle verwaltet für das zdi-BSO-MINTplus-Programm die Mittel, prüft Maßnahmen und Kurse auf ihre Durchführbarkeit, gibt Hilfestellungen auf dem Weg hin zu programmkonformen Maßnahmen, entwickelt in Teilen eigene Maßnahmen und rechnet genehmigte Maßnahmen mit entsprechenden Vertragspartner:innen ab. Grundsätzlich steht die zdi-Landesgeschäftsstelle somit in allen Phasen der Maßnahmenplanung und Umsetzung als Sparringspartnerin zur Seite.
Förderung von zdi-Netzwerken
Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von zdi-Netzwerken zur Steigerung deren Relevanz in NRW
Seit dem Jahr 2024 unterstützt das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (MKW) die zdi-Community durch eine eigene Förderrichtlinie. Die Richtlinie zielt darauf ab, die Relevanz der zdi-Netzwerke in den jeweiligen Regionen zu erhöhen und damit zur Fachkräftesicherung im MINT-Bereich beizutragen.
Die Förderung erfolgt als Projektförderung: Maßnahmen mit max. 250.000 EUR an Gesamtausgaben werden zu 90% gefördert. Insgesamt konnten 41 Projekte in den zdi-Regionen bewilligt werden. Dies entspricht einer Förderung von über 9 Mio. EUR.
Europäische Förderung

Die zdi-Community erhält auch finanzielle Mittel der Europäischen Union.
zdi-MINTplus.NRW
Durch den zu 2026 gestarteten Projektaufruf im Rahmen des Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unter dem Titel „zdi-MINTplus.NRW” sollen Beiträge gefördert werden, die – in Zusammenarbeit von KMU, Hochschulen und wirtschafts- und hochschulnahen Organisationen – entweder aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse in MINT-Angebote für Schüler:innen übertragen oder die bestehende Landschaft außerschulischer Lernorte in Nordrhein-Westfalen weiter ausbauen.
Insgesamt wird eine Fördersumme von 11,2 Mio. EUR zur Verfügung gestellt, die jeweils zu 50 % über EU- und Landesmittel getragen wird.
Abgeschlossene Förderprojekte
EFRE-zdi I bis III
Zwischen 2012 und 2022 wurden mehr als 160 Projekte mit einem Volumen von mehr als 16,4 Mio. EUR gefördert und Kofinanzierungsmittel der Regionen in gleicher Höhe zur Verfügung gestellt. Gefördert wurden die systematische Einbindung regionaler Wirtschaftspartner:innen (insbesondere KMU) in die zdi-Netzwerkarbeit sowie der Auf- und Ausbau von außerschulischen Lernorten.
zdi-REACT-EU
Als Reaktion auf die Corona-Pandemie wurden zusätzliche Mittel zur Verbesserung der digitalen Infrastruktur außerschulischer Lernorte zur Verfügung gestellt. Über den im Sommer 2021 kurzfristig entwickelten Programmaufruf konnten außerschulische Lernorte bis zu 60.000 EUR für den Aufbau und die Erweiterung ihrer digitalen Infrastruktur erhalten, bei einer Förderquote von 100 %.
In einer ersten Runde wurden in den Jahren 2021 und 2022 insgesamt 138 Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund 4,6 Mio. EUR bewilligt. Im Sommer 2023 wurde das erfolgreiche Programm erneut geöffnet. Innerhalb kurzer Zeit wurden in dieser zweiten Runde 83 Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund 2,6 Mio. EUR bewilligt.